Der schwere Panzer KV-II von PST (1/72)



Der schwere Panzer KV-II entstand Ende 1939 auf Basis des KV-I, und wurde 1940 bei der russischen Armee eingeführt. Seine Hauptaufgabe bestand in der Bekämpfung von befestigten Anlagen.Seine ersten Einsätze erlebte er während des Russisch-Finnischen Krieges. Insgesamt wurden 334 KV-II produziert, wovon fast alle bei Kämpfen mit der deutschen Wehrmacht 1941 und Anfang 1942 verloren gingen. Das Modell stammt von dem weissrussischen Hersteller PST aus Minsk. Eine Firma die sich im Maßstab 1/72 auf russische Panzer und Fahrzeuge aus dem 2.Weltkrieg spezialisiert hat. Nach dem Öffnen der Schachtel offenbaren sich dem Modellbauer 5 Spritzlinge in grauem Plastik, mit leider nicht immer ganz gratfreien Teilen.Diese passen nach entsprechender Versäuberung aber dennoch relativ gut zusammen.Ein Qualitätsstandard wie bei diversen fernöstlichen Herstellern oder den neuen Revell 1/72ern wäre wohl auch etwas viel verlangt.

Der Zusammenbau:
Der Zusammenbau erfolgte fast ganz nach Bauplanvorgabe. In Stufe 3 ist beim Verkleben der Antriebsräder darauf zu achten, das die beiden Radhälften mittig zueinander liegen.Wenn diese (wie leider möglich) gegeneinander versetzt werden, ergeben sich
später zwangsläufig Probleme bei der Kettenmontage. (Diese erfolgte in meinem Fall entgegengesetzt zur Bauanleitung erst ganz zum Schluß). Beim Zusammensetzen des Turms (Stufe 6) sollte man es nicht versäumen, die Kanone aufzubohren.Auch die Griffe am Turm werden am besten durch selbstangefertigte aus dünnem Kupferdraht ersetzt. Um die Gußstruktur am Turm darzustellen (Die Bausatzteile sind einfach glatt gehalten) habe ich die Flächen mit ein wenig Plastikkleber (Revell CONTACTA Liquid) bestrichen und nach kurzer Einwirkzeit mit dem Pinsel ein feines Muster aufgetupft.Ebenfalls wurden die Turmschweißnähte verfeinert.Ich habe hierzu die vorhandenen Nähte verschliffen und an deren Stelle mit Hilfe einer Nadel feine Rillen geritzt.In diese Rillen klebte ich dünngezogene Gußäste, in die ich dann mit dem Bastelmesser eine feine Schweißstruktur gekerbt habe. In Stufe 11 habe ich den Scheinwerfer ausgebohrt.Dieser wird später innen mit Silber lackiert und erhält eine Verglasung aus Humbrol CLEARFIX.Außerdem wurden die Schleppseile nicht (wie angegeben) aus Faden gefertigt.Stattdessen habe ich zwei dünne Kupferdrähte miteinander verzwirbelt und auf die entsprechende Länge geschnitten. Dies wirkt meiner Meinung nach besser als Faden. Zum Schluß habe ich nun noch, wie bereits erwähnt, die Kette aufgezogen.Diese besteht aus Segmenten und Einzelgliedern (Für die Antriebsräder).Die Löcher in den Einzelgliedern habe ich etwas vergrößert, damit die Teile besser über die Radzähne passen. Lackiert wurde das Modell komplett mit Humbrol 114. Gealtert wurde mit aufgehellter Grundfarbe, Rost- und Eisenfarbe durch Trockenmalen.Die Kette wurde zunächst schwarz bemalt und dann ebenfalls durch Trockenmalen mit Rost- und Eisenfarbe akzentuiert. Als letzte Änderung sei noch erwähnt, das für die Turmbeschriftung nicht die beiliegenden Decals verwendet worden sind. Diese hatten leider einen "Gelbschleier". Somit habe ich den Schriftzug (abgeschaut beim 1/35er Tamiyamodell) freihändig mit weißer Farbe aufgemalt. Alles in einem ein sehr schönes Modell, dessen Zusammenbau doch sehr viel Spaß bereitet hat.Und bestimmt wird dies nicht das einzige PST-Modell in meiner Vitrine bleiben.