Bericht über das PMCL-Clubtreffen am Sonnabend, dem 23.09.2023

Nach den beiden Mitgliederversammlungen (im Juni und Juli) konnten wir eine große Zahl von Mitgliedern in der Lübecker Kreishandwerkerschaft begrüßen. Diese hatten viele neue Modelle mitgebracht. Deren Fotos hat Michael A. beigesteuert. Weitere Bilder sind in der Galerie der Clubtreffen auf pmcl.de zu finden. Bekanntlich gab es kein Clubtreffen im August, denn einige Mitglieder haben das AufklBat 6 „Holstein“ in Eutin bei dessen Tag der offenen Tür unterstützt. Das war eine interessante Veranstaltung bei bestem Wetter! Auf diesem Weg möchte ich mich bei René für die Organisation bedanken und bei euch, die ihr mitgemacht oder uns besucht habt. Ebenso hat sich der Bataillonskommandeur in einem persönlichen Schreiben bei uns bedankt. Michael A. gab einen Bericht über die Unterstützung für die Kreishandwerkerschaft beim Tag des Handwerks auf dem Lübecker Marktplatz am 16. September.

Das erste vorgestellte Modell im Maßstab 1:72 hat Klaus-Dieter vor längerer Zeit gebaut. Das Vorbild ist eine Grumman E-1B Tracer von der USS Ticonderoga. Ausgangspunkt war der Hasegawa-Bausatz der S-1 Tracker. Klaus hat das große Radom nach Zeichnungsvorlage aus Balsaholz geschnitzt und geschliffen. Man kann sich vorstellen, wieviel Staub dabei angefallen ist … Es gab natürlich jede Menge weiterer Änderungen am Grundbausatz. U.a. mussten die Streben selbst hergestellt, Rumpfheck und Leitwerke geändert werden. Die Decals hat Klaus seinem Fundus entnommen. 

Jörn-Jens hatte eine große Auswahl neuer Modelle dabei, vom Betonmischer bis zum Sternmotor. Der Reihe nach: Ein M10 Jagdpanzer, Tamiya-Modell von 1973 in 1:35, jetzt „out of the box“ gebaut. Das Modell zeigt den Stand des Formenbaus etwa zur Gründungszeit des PMCL. Kaufpreis: DM 26,95, importiert von der Firma Heinz Behringer.

 Von Jens’ M3 Grant Mk.I (Tamiya-Bausatz von 1974) kann ich kein Foto zeigen. Auch dieses Modell hat er zur Dokumentation der Fortschritte „seit damals“ ohne Verbesserungen gebaut. Ein sehr aktuelles Modell ist der VT1-2 von Takom (2019). Auch wenn’s ungewöhnlich aussieht: Dieses Versuchsfahrzeug auf Leopard-Fahrgestell gab es wirklich. Es war nach seiner Erprobung in Koblenz und in Munster ausgestellt. Derzeit, im Arsenal des Dresdener Museums, ist das Fahrzeug nicht öffentlich zugänglich. Das nächste Modell stellt das Type 16 Maneuver Combat Vehicle der japanischen Ground self Defence Forces dar. Es ist ein aktueller Bausatz von Tamiya. Das MCV ist luftverlastbar, hoch beweglich und stark bewaffnet. Es ist für schnelles Eingreifen an wichtigen Punkten, z.B. in Städten, vorgesehen.

Kommen wir zum Betonmischer: Mini Art (Ukraine, zzt. in Polen ansässig) hat einen schönen Tempo A400 in 1:35 und mit diversen Varianten herausgebracht. Der Betonmischer ist als Ladegut im Bausatz mit der Stahlpritschen-Version enthalten. Dieses artgerecht verwitterte Modell hat Jens schon mal fertig…

ebenso, wie den Continental R-975 Sternmotor, ebenfalls von Mini Art in 1:35. Mit diesem Motor war u.a. eine Version des M4 Sherman ausgestattet. Jens hat - wie es sich für einen ordentlichen Sternmotor gehört - eine schöne Ölpfütze in die Wanne gemalt. Ganz modern wird es wieder mit dem Modell des KF51 Panther in 1:35 von Amusing Hobby, ebenfalls am Basteltisch von Jens entstanden. Bei diesem Modell hat er die Pixel-Tarnung bewusst nicht aufgebracht.

Jürgen P. hat diesen Sommer dem Unimog gewidmet. Hier sein Text dazu: „Unimog S404, S404 ‚Koffer‘, S404 ‚Krankenwagen‘, ICM, 1:35 Vorbild Generationen von Soldaten kennen den Unimog S404 als täglichen Begleiter im Dienst. Es wurden in über 50 Jahren 36.638 Stück geliefert. Der Unimog stand seit der Gründung der Bundeswehr (1956) zur Verfügung. Es gab ihn in mehreren Standardversionen und als Spezialumbauten der Truppe. Den „Eins-FünfTonner“, wie er genannt wurde, gab es nicht nur in der Bundeswehr, sondern er wurde in über 100 Länder exportiert.

Modell ICM hat ein sehr detailliertes Modell geschaffen. Der Bauplan umfasst ausführlich in über 100 Schritten den Zusammenbau. Die Modelle sind ‚aus der Box‘ gebaut, nur die Plane für den Unimog ‚Pritsche‘ stammt als Resin-Teil von Perfect Scale. Wegen der vielen - zum Teil sehr kleinen - Einzelteile benötigt man viel Geduld. Das Fahrwerk (Rahmen) sollte genau ausgerichtet werden, weil sich hierauf alles aufbaut. Die Bemalung erfolgte mit AK-Farben, RAL 6014 ‚spät‘ für die Fahrzeuge und RAL 6014 ‚früh‘ für die Planen.“ Als weiteres Modell hatte Jürgen den SpPz 2 Luchs von Revell in 1:35 dabei. Dazu schreibt er: „Vorbild: Der Spähpanzer Luchs kam ab 1975 zum Einsatz. Er wurde in der Truppe auch liebevoll „das Auto“ genannt. Gewicht: ca. 20t, Geschwindigkeit: Straße 90 km/h, Wasser 10 km/h. Er löste den Spz Kurz (Hotchkiss) ab und wurde selbst durch den Fennek ersetzt. Modell: Mehrfaches Probieren einiger Teile nötig. Bemalung: RAL 6014 spät.“

Ralf hat im Rahmen eines Group Build auf einem Modellbauforum die Yak-3 in 1:72 von Heller gebaut. Bei diesem Modell mussten die Regeln „Straight out of the box“ eingehalten werden. D.h. angebaut werden darf nur, was im Bausatz ist (oder aus Bausatzmaterial entstanden ist, es gibt Variationen dieser Regel).

Bei seinem zweiten Modell, der I-153, ebenfalls aus einem Heller-Kit, musste sich Ralf dann nicht zurückhalten. Er hat optimiert und ergänzt, was möglich und sinnvoll war: profilierte Spanndrähte in Ösen, Gitterrohrrumpf im Cockpitbereich, Glattblechflächen mit Chrom-Klebeband etc. Die Markierungen sind überwiegend unter Verwendung selbst hergestellter Masken aufgespritzt.

Hier noch sein Tipp zur Herstellung von Spanndraht: Das Schirmgeflecht von alten Computerkabeln auseinandernehmen. Der Draht ist weich und kann flach gequetscht oder gehämmert werden. Aus diesem Draht können auch Ösen für die Verankerung der Spanndrähte entstehen.

Michael St. zeigte uns sein neues Modell der Nakajima B5N2 ‚Kate‘ in 1:72 von Airfix. Von der Qualität dieses Bausatzes aus der aktuellen Generation ist er sehr angetan. Das Vorbild war im Einsatz bei der 553. Kokutai der Kaiserlich Japanischen Marine, 1944 auf den Philippinen. Bemalt wurde das Modell mit Farben von AK. Das zweite Modell von Michael ist die Flettner Fl 282B-2 in 1:72 von RS Models. „Gut zu bauen, Decals schwieriger“ lautet zusammengefasst sein Kommentar.